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DKB-Riders Tour in Hagen a.T.W.: Oranje-Sieg in der Qualifikation

30.04.2017

(Hagen a.T.W.) „Ich dachte ja, ich bin zu alt, um noch schneller zu reiten“, scherzte Gert-Jan Bruggink, „aber dann sah ich die 44 auf der Anzeigetafel und wußte mein Vorgänger hatte die 45 geschafft…“ Einmal mehr hat der 36-jährige Nationenpreisreiter allen gezeigt, was Niederländer können, wenn sie denn wollen. Mit dem elf Jahre alten Wallach Connelly nahm Bruggink dem bis dahin führenden Hagener „Lokalmatadoren“ Mathis Schwentker und For Success noch eine gute halbe Sekunde im Preis der LVM Versicherung, gleichzeitig Qualifikation zur ersten Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour, ab. Die Dramaturgie geriet perfekt - Bruggink ritt als letzter von insgesamt acht Startern im Stechen zur letzten Runde ein.  

Montag noch einmal…
Landsmann Wout Jan van der Schans teilte sich mit Philipp Weishaupt (Riesenbeck) am Ende Platz drei. Allerdings - noch nie zuvor konnte ein Niederländer in der Gesamtwertung der DKB-Riders Tour seit 2001 gewinnen. „Ich finde, dass muss sofort geändert werden“, so Bruggink, „aber ob ich das bin, der das schafft, wage ich noch zu bezweifeln.“ Bruggink will auch am Montag im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG, der ersten Wertungsprüfung der neuen Sasion der DKB-Riders Tour, mit Connelly antreten. „Er ist ein wenig speziell, schnell nervös, aber ein liebes Pferd, deswegen hab ich ihn letztendlich auch gekauft“, so Bruggink. Mathis Schwentker -  knapp geschlagen - freute sich darüber, dass er als Neu-Hagener die Chance, die ihm Bundestrainer Otto Becker mit der Nominierung für Horses & Dreams meets Austria  gegeben hat, so gut nutzen konnte.  

Weishaupt mit lauter „Neuen“
Philipp Weishaupt, Vorjahressieger der ersten Etappe der DKB-Riders Tour, saß auf einem Pferd, das er erst seit zwei Wochen kennt, auf Asathir. „Die macht unglaublich mit, ich hab vom ersten Tag an ein super-super Gefühl auf ihr“, so der gebürtige Bayer über seine Erfolgspartnerin, „ich hab sie leider nicht allzu lange, denn sie gehört einem Kunden, der die Stute gern selbst reiten möchte.“ In der Wertungsprüfung am Montag wird Weishaupt auf einem erst acht Jahre alten Catoki-Nachkommen sitzen, der erstmals „Großer-Preis-Luft“ schnuppern wird: „Wenn wir fehlerfrei aus dem Umläuf kämen, wäre ich schon total happy.“ Auf das Siegerpferd des Vorjahres, Chico, muss Weishaupt noch verzichten. Der Wallach kuriert die Folgen einer Verletzung aus und genießt, so der Springreiter „die Weide und die Sonne und freut sich seines Lebens“.    

Larocca gestürzt - Springen unterbrochen
Eine Schrecksekunde bescherte der Argentinier Jose Maria Larocca mit Cornet du Lys den Zuschauern und Veranstaltern. Der Reiter stürzte im Umlauf und wurde sicherheitshalber ins Marienhospital nach Osnabrück gebracht. DKB-Riders Tour Geschäftsführer Paul Schockemöhle war sofort zur Stelle. „Das sah anfangs schlimmer aus, aber Jose war ansprechbar, er konnte Arme und Beine bewegen, ich habe mich mit ihm unterhalten. Wir werden morgen mehr wissen und wünschen ihm jetzt erst mal alles Gute“. Bis der Reiter versorgt und ein Ersatz-Rettungsfahrzeug auf dem Turniergelände eintraf, wurde die internationale Springprüfung unterbrochen - so schreibt es das Reglement vor.

Sportlich ließ die Qualifikation keine Wünsche offen. „Ich hatte anfangs gedacht, dass das leichter und flüssiger zu reiten ist“, räumte Philipp Weishaupt ein, „aber da sieht man mal, warum ich kein Parcoursbauer bin. Der Parcourschef versteht mehr davon als ich.“ Relativ unbeeindruckt vom Sturz des Kollegen ritten die Teilnehmer weiter und ließen noch drei weitere Kandidaten für das Stechen folgen. Die 50 besten Paare der Qualifikation dürfen am Montag im Preis der Deutschen Kreditbank AG an den Start gehen. Dort geht es dann um die ersten Punkte für das Ranking der DKB-Riders Tour.

In der Grand Prix Kür, dem Preis der Nordpack GmbH, siegte wie bereits im qualifizierenden Grand Prix, die junge Dänin Cathrine Dufour mit ihrem bewährten Atterupgaards Cassidy (80,20 Prozent). Platz zwei ging an Reitmeister Hubertus Schmidt (Borchen) mit dem Trakehner Hengst Imperio (79,08). Dritte wurde Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino (78,13). Für Dufour steht nun erstmal eine Turnierpause an: „Die werde ich nutzen, um eine neue Kür zu erarbeiten. Dann stehen die dänischen Meisterschaften an und ich hoffe, dass ich danach für das Team nominiert werden, dass beim CHIO in Aachen in der Equipe ist und natürlich auch auf die Europameisterschaften“, so Dufour.

Am Montag, dem Erste-Mai-Feiertag, steht mit dem letzten Turniertag von Horses & Dreams meets Austria im Almased-Dressurstadion die Qualifikation zum Finale Louisdor-Preis sowie der Grand Prix Special im Preis der Performance Sales International GmbH an. Im Springstadion entscheidet sich die erste Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour im Preis der Deutschen Kreditbank AG.

Ergebnisse im Überblick:

15 Int. Springprüfung mit Stechen (1.50 m) CSI4* - FEI Art. 238.2.2 Qualifikation zur DKB-Riders Tour-Wertungsprüfung, Preis der LVM Versicherung: 1. Gert Jan Bruggink (Niederlande), Connelly 2, 0.00/44.73; 2. Mathis Schwentker (Steinfeld), For Success, 0.00/45.26; 3. Philipp Weishaupt (Riesenbeck), Asathir, 0.00/46.82; 3. Wout-Jan Van Der Schans (Niederlande), Capetown, 0.00/46.82; 5. Piergiorgio Bucci (Italien), Bohemian Rhapsody, 4.00/48.52; 6. Werner Muff (Schweiz), Pollendr, 8.00/49.97;

5 CDI4* Grand Prix Kür Teilwertung zum Sonderehrenpreis der „Kür-Tour“ gegeben von der Sattlerei Hennig, Preis der Nordpack GmbH: 1. Cathrine Dufour (Dänemark), Atterupgaards Cassidy, 80.200%; 2. Hubertus Schmidt (Borchen), Imperio 3, 79.075%; 3. Fabienne Lütkemeier (Paderborn), D'Agostino FRH, 78.125%; 4. Anabel Balkenhol (Rosendahl), Heuberger TSF, 77.850%; 5. Severo Jesus Jurado Lopez (Spanien), Deep Impact 3, 76.450%; 6. Patrik Kittel (Schweden/Nottuln), Delaunay, 76.350%;

60 , Show: Reit-Biathlon der Sparkasse Osnabrück: 1. Toni Haßmann (Münster), Channing L, 121.33; 2. Tim Rieskamp-Goedeking (Steinhagen), Quapitola de Beaufour, 123.53; 3. Armin Jun. Schäfer (Bürstadt), Ladylover 5, 125.56; 4. Mathis Schwentker (Steinfeld), Landprincess, 127.94; 5. Jan Wernke (Holdorf), Cab, 148.29; 6. Hans-Thorben Rüder (Greven), Lady Lissabon, 156.38;

Für alle, die nicht LIVE vor Ort dabei sein können, haben wir eine tolle Lösung. In Kooperation mit @ClipMyHorse.TV wird das komplette Turnier LIVE und kostenlos übertragen. Hier kommt Ihr zum kostenlosen Livestream: http://www.clipmyhorse.tv/onair 

Foto 1: Gert Jan Gruggink & Connelly. © Stefan Lafrentz

Foto 2: Cathrine Dufour & Atterupgaards Cassidy. © Stefan Lafrentz

P.S.I.